DDC - .NET Developer Conference

15. Mai 2012


Die .NET Developer Conference (DDC) ist vorbei! Von Montag, 14.05 bis Dienstag 15.05.2012 fand die DDC in Nürnberg statt! Wie zu erwarten wurde daraus eine Mordsgaudi!

Danke Jungs (und Mädels)

Bedanken möchte ich mich bei den üblichen Verdächtigen, die diese Konferenz zu einem ausgezeichneten Erlebnis gemacht haben! Wir hatten wunderbare Diskussionen während und zwischen den Vorträgen und die Atmosphäre war entspannt und angenehm nerdig. Vielen Dank an: Alexander Zeitler David Tielke Florian Bender Golo Roden Jan Fellien Johannes Hoppe Kostja Klein Laurin Stoll Marcell Spiess Robert Eichenseer Roberto Bez Sergey Shishkin Steffen Forkmann Tilman Börner Tobias Richling und alle Teilnehmer!

Ich selbst habe zwei Vorträge gehalten, zum Thema Empathic Code und Weasel Words . Zusätzlich habe ich mit Golo Roden zusammen eine Einführung in verteilte Versionskontrollsysteme (DVCS) und Mercurial gegeben. Der eigentliche Vortragende musste leider absagen und ich hoffe Golo und ich waren ein ebenbürtiger Ersatz. Ich fand die Sessions sehr spassig und denke dass es vielen gefallen hat. Manche mussten stehen, haben aber durchgehalten. Besonders der Weasel Word Vortrag schlug große Wellen - später in den Sitzungen wurden immer mal wieder Sticheleien in Richtung Weasel Words abgegeben, wenn dann doch mal ein Manager, ein Worker oder ein Repository auftauchte. Das ist ein sehr gutes Zeichen! Ich hatte das Ziel, meine Freunde, Kollegen und Mitcoder auf Weasel Words aufmerksam zu machen und das hat damit ja wohl geklappt :)

Die Folien sind auf Github zu finden und werden auch bald im Download Pool der DDC vorhanden sein.

Tops und Flops

Ich habe einige Vorträge gesehen und war sehr beeindruckt, wie viel Fachwissen und Kompetenz vertreten war. Meine Highlights waren:

Roberto Bez - Interfaces und die 5 wichtigsten Design Patterns

Robertos Vortrag war für mich der Beste der DDC. Aufgeschlossene Vortragsweise, gute Inhalte, witzige Folien und verständlich vermittelt. Genau wie ein Vortrag sein sollte. Robertos Folienmix war ausgezeichnet. Zwischen "Normalem" Powerpoint zeigte Roberto Powerpoint-Style Diagramme und verzichtete auf die Erklärung von Designpatterns mittels UML, wie beispielsweise im GoF Buch. Dadurch wirkten die Folien sehr frisch, was aber auch an dem einen oder anderen Bildwitz lag. Backup gabs durch ein bisschen Live Coding. Roberto beeindruckte mich durch seine Herangehensweise - wohl weil ich darin meine eigene wiedererkennen konnte. Inspirierend.

Laurin Stoll - Jetzt Gucken - Codereviews in der Praxis

Müde war Laurin nach vier Vorträgen zuvor - doch man hat es ihm nicht eine Sekunde angemerkt. Die Folien waren schnittig und funktional, die Vortragsweise sehr gelassen und klar. Seine nette, aufgeschlossene und intensive Interaktion mit dem Publikum, sowie eine Theatereinlage frischten das Ganze so sehr auf, dass auch dieser Vortrag exzellent ankam, wohl nicht nur bei mir! Mehr davon! Aber, Laurin: Lass dich nicht so sehr vom Equipment ablenken. Das Micro hat bei mir auch nicht gesessen ;)

Jan Fellien - CQRS

Jan kannte ich vor der DDC nur durch seine Artikel in der dotnetpro. Der ernste Blick auf seinem Foto sollte niemanden abschrecken - Jan ist ausgesprochen nett. Das merkt man auch in seinen Vorträgen. Jan ist gelassen, ruhig und redet ein wenig wie ein Märchenonkel - das meine ich vollständig positiv. Ich tippe mal dass er das genaue Gegenteil von meiner Vortragsweise verkörpert. Ich hörte ihm sehr gerne zu. Er konnte das Thema sehr gut beleuchten und die Folien waren abwechslungsreich. Ein bisschen Live-Schmiererei auf dem iPad lockerte auf. Vielen Dank, Jan, für die tollen Unterhaltungen.

Tobias Richling - Bessere Codequalität

Tobias zeigte Visual Studio! Der Code wurde hier live gebacken, wenn auch, wie bei Kochsendungen so oft, schon das fertige Gericht im Ofen stand und per Snippet hervorgezaubert wurde. Hier konnte Tobias beeindrucken mit absolutem Praxisbezug und resolutem Auftritt. Sehr interessant waren die Teile über FxCop und Roslyn. Somit überzeugte auch dieser Vortrag durch exzellente Präsentation und Sprache, sowie zusätzlich durch die Breite der Inhalte.

Tut mir leid liebe Kollegen, ich weiß, eure Hintern sind zum drauf Sitzen und nicht zum hineinkriechen, deswegen belasse ich es hier. Aber vorher möchte ich noch zwei sehr wichtige Nürnberger Watschn verteilen.

Tom Jürgens - Exception Handling

Exception Handling machte mich aufmerksam - try:catch:finally, mehr gibts doch da nicht zu wissen, oder? Also dachte ich: Cool, da kennt sich jemand aus und erklärt mir was neues. Ab in die Tiefe. So kam ich voller Erwartung in den Vortrag, der auch sehr gut gemacht war. Tom präsentierte in angenehmer Geschwindigkeit. Das Eingängige Mantra "Exception Handling ist schwer" wurde definiert und zugeführt mit praxisnahen, narrativen Beispielen. Leider hat mir der Code gefehlt. Nach der Hälfte des Vortrages, der sich ja um ein Sprachkonstrukt einer Programmiersprache dreht, war immer noch kein Code zu sehen. Leider nur Bulletpoints, gefangen in einem Blauen DDC Rahmen. Schade. Ich hätte mehr erwartet, aber vielleicht war es Geschmackssache. Vielleicht bin ich aber auch zu früh gegangen.

Thorsten Dörfler - OOP Falsch verstanden

Thorstens Vortrag hat mich enttäuscht. Bei dem Thema hatte ich eine Erschütterung der objektorientierten Grundfesten erwartet. So eine Art Grundfeste.Erschüttere(), aber leider war hinterher noch jeder Stein auf dem anderen, nur die Leute waren nicht mehr im Saal. Das mag zunächst nicht an dem Vortrag gelegen haben, denn ich denke, dass viele auf Chris Rupps "Spezifizierst du noch oder implementierst du schon"-Vortrag neugierig waren, sodass während Thorstens Vortrag fast die Hälfte der Leute den Saal verließen. Das empfand ich als höchst unhöflich und unangebracht. Leute, entscheidet euch doch vorher, wo ihr hingehen wollt . Aber es war wohl auch nicht ganz unberechtigt. Thorsten wurde durch den Exodus noch zusätzlich demotiviert und konnte kaum Spannung für das Thema erzeugen. Ein paar müde Klassendiagramme für eine CAN-Bus Implemenierung fristeten im DDC-Powerpoint-Gefängnis ihr Dasein. Die Reduktion von OOP auf das Thema Reusability fand ich persönlich als engstirnig und hätte dazu noch einiges sagen wollen. 20 Minuten vor dem geplanten Vortragsende war dann Schluss. Ich habe wirklich mehr erwartet und viele haben ähnliche Kritik geäußert. Hier litt auch der MVP Titel ein wenig, was nicht sein muss.

An die Orgas

Fast das selbe...

Liebes DDC Team, toll wars, schön habt ihr das gemacht. Lieber Golo, lieber Tilmann, es war mir eine Ehre an eurer Seite diese beiden tollen Tage erleben zu dürfen.

Toll:

Nicht so doll:

Verbesserungsvorschläge

How is my driving?

Zu guter Letzt:

How is my driving?

Bitte, gebt mir Feedback! Ich bin immer drauf angewiesen selbst zu hören wie es war. Ich freue mich wenn's positiv ist, aber besonders negative Kritik ist mir wichtig, denn nur an negativer Kritik kann ich mich verbessern. Aus diesem Grund versuche ich auch immer jedem direkt Kritik zu geben. Mir ist hier Offenheit und ein Nicht-Beleidigt-Sein wichtig. Wenn ihr also denkt: "Was für ein Quatsch, was will dieser irre", dann schreibt mir! Wie habt ihr den Vortrag wahrgenommen? Zu viele Schimpfworte? Zu hibbelig? Zu schnell? Das möchte ich von euch hören. Zögert nicht, mir eine Email zu schreiben an

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